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Digi­tal-Radar Schweiz 2022

Moni­tor Bank WIR

www.digital-radar-schweiz.com

Schwei­zer Lang­zeit­stu­die zu den The­men, Sor­gen und Gefah­ren sowie den Vor­tei­len und Kom­pe­ten­zen im Zusam­men­hang mit digi­ta­len Tech­no­lo­gien der befrag­ten Schwei­zer Bevölkerung.

Aktu­el­le The­men zur Digi­ta­li­sie­rung und zu digi­ta­len Technologien

Mehr als vier Fünftel (84 %) der Befrag­ten kön­nen ein The­ma nen­nen, das sie für das zur­zeit wich­tigs­te im Zusam­men­hang mit digi­ta­len Tech­no­lo­gien hal­ten. Fast ein Drit­tel (29 %) nennt Cyber­si­cher­heit bezie­hungs­wei­se ‑kri­mi­na­li­tät, Daten­schutz und ‑sicher­heit.

Auf die offe­ne Fra­ge zu den wich­tigs­ten The­men im digi­ta­len Zeit­al­ter nen­nen die Stu­di­en­teil­neh­men­den unter ande­rem die Cyber- und Daten­si­cher­heit, Cyber­kriminalität und Über­wa­chung (29 %), das Home­of­fice und Online-­Mee­tings (3 %) sowie die Abhän­gig­keit von digi­ta­len Tech­no­lo­gien und dem Inter­net (3 %).

Inter­es­se zur Digi­ta­li­sie­rung und zu digi­ta­len Technologien

Knapp die Hälf­te (46 %) der befrag­ten Schwei­zer Bevöl­ke­rung ist dar­an  inter­es­siert, digi­ta­le Tech­no­lo­gien zu beherr­schen und Kom­pe­ten­zen zu erlernen.

Rund ein Ach­tel (12 %) der Bevöl­ke­rung ist dar­an nicht inter­es­siert. Dabei hängt das Inter­es­se am Erler­nen neu­er digi­ta­ler Kom­pe­ten­zen stark mit dem Ein­kom­mens­ni­veau und dem Alter der Befrag­ten zusammen.

Vor­tei­le digi­ta­ler Technologien

Die befrag­te Schwei­zer Bevöl­ke­rung steht den digi­ta­len Tech­no­lo­gien grund­sätz­lich posi­tiv gegenüber. 

Fast zwei Drit­tel (62 %) sehen gros­se bis sehr gros­se Vor­tei­le in digi­ta­len Techno­logien; nur 5 % ste­hen den Tech­no­lo­gien kri­tisch gegenüber.

Die wich­tigs­ten Lebens­be­rei­che, in denen digi­ta­le Tech­no­lo­gien Mehr­wert bie­ten, sind der Zugriff auf Wis­sen und Inhal­te (Mit­tel­wert 5.0 auf der 6er-Ska­la) sowie die Kom­mu­ni­ka­ti­on (4.3) und Zusam­men­ar­beit (4.0) mit Menschen.

In einer wei­te­ren offe­nen Fra­ge wur­den die Kom­mu­ni­ka­ti­on und (kon­stan­te) Erreich­bar­keit (8 %), Geschwin­dig­keit und Effi­zi­enz (6 %) sowie Digi­ta­li­sie­rung des Berufs­all­tags, inklu­si­ve dem Home­office (4 %), als Vor­tei­le genannt.

Mit zuneh­men­dem Bil­dungs­grad und stei­gen­dem Haus­halts­ein­kom­men nimmt auch die Bewer­tung der Vor­tei­le zu. In fast allen abge­frag­ten Lebens­be­rei­chen unter­schei­den sich die obe­ren bei­den Ein­kom­mens­klas­sen stark von den unte­ren beiden. 

Die Gren­ze zwi­schen einer posi­ti­ve­ren Ein­stel­lung zu digi­ta­len Tech­no­lo­gien gegen­über einer nega­ti­ve­ren Ein­stel­lung zeich­net sich bei einem Ein­kom­mens­ni­veau von ca. 6000 Fran­ken ab.

Gefah­ren digi­ta­ler Technologien

Nur knapp ein Fünf­tel (19 %) der befrag­ten Schwei­zer Bevöl­ke­rung sieht sich eher oder sehr vie­len Gefah­ren durch digi­ta­le Tech­no­lo­gien aus­ge­setzt. Eine gegen­tei­li­ge Bewer­tung nimmt mehr als ein Vier­tel der Befrag­ten vor (28 %).

Die gröss­ten Gefah­ren wer­den in den Berei­chen Über­wa­chung durch Tech­no­lo­gien (4.1 auf der 6er-Ska­la), Daten­schut­z/IT-Sicher­heit (4.0), und Abhän­gig­keit von IT/Internet (3.9) ver­or­tet. Ein mög­li­cher Arbeitsplatz­verlust wird mit 2.4 als gerings­te Gefahr gesehen.

Die Wahr­neh­mung der Gefahr von Arbeits­platz­verlust hängt von Bildungs­grad und Haushalts­einkommen ab. 

Wei­te­re Gefah­ren digi­ta­ler Tech­no­lo­gien in der offe­nen Fra­ge wer­den zu den The­men Datenschutz/Überwachung/Cybe­r­sicherheit (8 %) und der Ver­nach­läs­si­gung per­sön­li­cher Kontakte/Vereinsamung (7 %) gesehen.

Sowohl die Vor- als auch die Nach­tei­le digi­ta­ler Tech­no­lo­gien wer­den von der jüngs­ten Alters­grup­pe am höchs­ten und von der ältes­ten Alters­grup­pe am tiefs­ten beur­teilt. Je jün­ger die Befrag­ten sind, des­to grös­ser ist die Wahr­schein­lich­keit, dass sie sich mit Vor­tei­len und Her­aus­for­de­run­gen der Digi­ta­li­sie­rung auseinandersetzen.

Per­sön­li­che Kom­pe­ten­zen im digi­ta­len Zeitalter

Zwei Fünf­tel (41 %) der Schwei­zer Bevöl­ke­rung schät­zen die eige­nen Kom­pe­ten­zen zu digi­ta­len Tech­no­lo­gien als hoch ein. 

Es han­delt sich dabei vor­wie­gend um Befrag­te aus der jüngs­ten Alters­ka­te­go­rie mit hoher Bil­dung und hohem Haus­halts­ein­kom­men. Rund eine von zehn befrag­ten Per­so­nen (9 %) schätzt ihre Kom­pe­ten­zen als nied­rig ein.

Kom­pe­ten­zen fürs digi­ta­le Zeitalter

Die Ein­schät­zung der eige­nen Kom­pe­tenz bezüglich digi­ta­ler Tech­no­lo­gien («Digi­tal Liter­acy») liegt bei rund zwei Fünfteln der Befrag­ten auf einem hohen Niveau. 

Die wich­tigs­ten Kom­pe­ten­zen mit einem Mit­tel­wert von über 4 (auf der 6er-Ska­la) sind die Bereit­schaft für lebens­lan­ges Ler­nen (4.8), Offen­heit für Neu­es (4.6), tech­ni­sches Ver­ständ­nis (4.2) und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stär­ke (4.1). Als weni­ger rele­vant ein­ge­schätzt wur­den die Team- und Koope­ra­ti­ons­fä­hig­keit (3.9) sowie Krea­ti­vi­tät (3.7). Die Stu­di­en­teil­neh­men­den nann­ten zudem Lernbereitschaft/Neugierde und Sozi­al­kom­pe­ten­zen als wei­te­re wich­ti­ge Fähig­kei­ten im digi­ta­len Zeitalter.

Marc K. Peter, Miri­am Christ, Johan Lin­de­que, Karin Mänd­li Lerch & Vol­ker Strohm (2022): Digi­ta­le Schweiz 2022: Moni­tor Bank WIR #1. Pro­jekt­be­richt. FHNW Hoch­schu­le für Wirt­schaft, gfs-zürich, Bank WIR. Basel und Olten, Juni. Bezug auf: www.monitor-digitale-schweiz.ch.